Das Zuchttagebuch

 

Züchten – Von der Idee bis zur zuchttauglichen Hündin.

Hier beschreiben wir unseren Weg von der Zuchtidee bis zum ersten Wurf. Welche Untersuchungen, Aufgaben, Tests, u.v.m. bis zum ersten Wurf auf uns zukamen.

Als unser Labbi-Mädel Lena mit 11 Jahren 2011 verstarb, wollten wir zunächst keinen neuen Hund, allerdings merkten wir schnell, dass doch irgendwie etwas in unserer kleinen Familie fehlte. Also machten wir uns auf die Suche. Fest stand für uns, es sollte wieder ein Labrador Retriever werden, am besten ein Welpe und farblich gelb oder chocolate.

Und so fing alles an.

Am 09.03.2012 erblickte Coffee from Birge´s Home das Licht der Welt. Nach zahlreichen Besuchen bei unserer Züchterin kamen uns die ersten Gedanken vielleicht auch mal zu züchten, aber was beim Züchten so auf uns zukommen sollte, haben wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht überblickt.

Als Coffee bei uns nach 8 Wochen eingezogen war, haben wir den Zuchtgedanken nach ein paar aufreibenden Wochen (jeder, der schon mal einen Welpen hatte, wird wissen, was für einen Unsinn dieser doch alles in seinem Kopf hat) zur Seite geschoben.

Mit sechs Monaten meldeten wir Coffee zum Wesenstest an und er bestand ihn. In den nächsten Monaten entwickelte sich Coffee weiter sehr gut. Daraufhin haben wir den Gedanken “Zucht” doch wieder weiterverfolgt. Wir recherchierten und informierten uns über das Züchten, im Internet, in Büchern und beim Verband, wurden Mitglied im LCD – Labrador Club Deutschland e.V. und meldeten uns zum Neuzüchterseminar an.

Nach erfolgreich abgelegter Prüfung beim Neuzüchterseminar, wurde kurz darauf Coffee ein Jahr. Er wurde geröntgt, um festzustellen, welche HD und ED Werte er hat, des Weiteren wurde der Zahnstatus festgestellt und Blutuntersuchungen durchgeführt. Als die Ergebnisse kamen und alles in Ordnung war HD-A1/A1, ED-0/0 und die Blutergebnisse okay, freuten wir uns sehr. 

Im Laufe der nächsten Monate schenkte uns Coffee so viel Freude, ob bei der Arbeit auf dem Hundeplatz, bei den täglichen Spaziergängen oder daheim, sein temperamentvolles, lustiges aber auch ausgeglichenes Wesen bereicherte jeden unserer Tage (siehe Coffe’s Tagebuch), sodass wir über einen zweiten Hund nachdachten.

Und so kam es, dass im Juli 2014 Debbie from Birge`s Home bei uns einzog. Ein zierliches, aufgewecktes Labbi-Mädel. Schnell wurde aus Coffee und Debbie ein tolles Labbi-Team.

Debbie war von Anfang an sehr auf uns bezogen, man kann auch sagen sie wich uns kaum von der Seite. In der Hundeschule oder beim Spaziergang interessierte sie sich natürlich auch für andere Hunde, aber sie hatte uns immer im Auge und wir konnten bzw. können sie auch noch heute mit Pfiff (fast) aus jeder Situation abrufen. Viele Freunde, aber auch Fremde waren von ihrem Wesen schier begeistert. Nach 6 Monaten machten wir auch mit Debbie den Wesenstest, den Sie ohne Probleme bestand. Mit einem Jahr wurde Debbie dann geröntgt. Nach einigen Wochen hielten wir das Ergebnis in der Hand, HD-A1/A1 und ED-0/0, also alles perfekt. In den nächsten Wochen erhielten wir noch weitere Diagnosen, wie beispielsweise vollzahnigHNPK-N/N, PRCD-PRA: normal,… also alles in Ordnung. Somit waren wir dem Züchten wieder einem Schritt näher gekommen. Als Nächstes musste Debbie eine Formwertbeurteilung erhalten. Diese erhielt Debbie am 09.07.2016 in Gelsenkirchen. Nun waren wir wieder an der Reihe, die Zuchtstätte musste vom LCD e.V. abgenommen werden, d.h. eine Zuchtwartin des Vereins kam und begutachtete, prüfte und maß nach, ob die Welpen genug Auslauf sowohl im Haus 12m² , als auch im Garten 24 m² bei uns bekommen würden. Der Auslauf sollte unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten haben, einen geschützten Bereich gegen Sonne und Regen haben, sowie verschiedene Spielmöglichkeiten bieten. Die Züchter selbst sollten sich Fachliteratur besorgt haben und sich mit dieser auseinandergesetzt haben. Am 11.10.2016 war es dann soweit und wir erhielten die Zuchtstättenabnahme. Im folgenden Monat beantragten wir dann beim F.C.I. unseren Zwingernamen, hierfür mussten wir drei Vorschläge einschicken, die dann geprüft wurden. Unser Erstwunsch war von den Landpfoten, den wir dann auch tatsächlich am 12.01.2017 bestätigt bekommen haben, indem wir unsere Zwingerkarte erhalten haben. Nachdem wir zu diesem Zeitpunkt nun schon fast drei Jahre mit der Zuchtzulassung beschäftigt waren, wollten wir den Zuchtschritt nochmals gut überlegen, da es ja schon eine enorme Verantwortung unserer Debbie, den Welpen und den Welpenkäufern gegenüber ist.

Im Februar 2018 war es dann soweit, wir waren uns sicher, dass wir nun züchten möchten und wir unser Familienleben mit der Zucht vereinbaren können. Am 26.03.2018 hatte Debbie die letzte fehlende Untersuchung, die Augenuntersuchung gemacht. Nun ging es sehr schnell, natürlich hatten wir uns im Vorfeld schon einen Rüden ausgesucht. Als das Augenuntersuchungsergebnis da war, riefen wir sofort die Züchterin unseres auserwählten Rüden an, erzählten ihr von unserer Wurfplanung und wann Debbie naturgemäß läufig würde. Nachdem alles abgeklärt war, warteten wir darauf das Debbie endlich läufig wurde, da es für uns der erste Wurf ist waren wir zweimal zum Testen des Progresteronwerts, am 8. Tag und am 12. Tag der Läufigkeit. Am 12. Tag war es dann fast soweit, am nächsten Tag konnten wir zum ersten Deckakt fahren. Wir waren natürlich aufgeregt und freuten uns riesig. So, nun ist Debbie von Goose gedeckt. Mitte Juli haben wir einen Ultraschlltermin, dann wissen wir mehr, bis dahin heißt es nun Daumendrücken.

Debbie hat am 16. August 2018 neun Welpen geboren (sechs Rüden und drei Hündinnen), leider ist der Wurf zu früh gekommen und es haben nicht alle Welpen geschafft. In den folgenden Wochen ging Debbie in ihrer “Mamiaufgabe” voll auf, die Welpen wurden von ihr liebevoll auf- und erzogen. Onkel Coffee unterstützte Debbie super gut, vor allem beim Resteessen der Ziegenmilch oder dem Tatar oder der Erdbeerziegenmilch oder …. :-). Die sehr anstrengende, aber auch sehr schöne Zeit verging wie im Fluge und Mitte Oktober 2018 zogen die fünf Rüden aus. Amy, die einzige Hündin die es geschafft hatte, blieb bei uns, trotzdem war es war für uns nicht leicht die kleinen Rüden-Landpfoten gehen zu lassen, aber wir waren uns sicher, sie alle in fantastischen Welpenelternhände gegeben zu haben, was sich in den nächsten Wochen und Monaten bestätigte. Auch noch heute haben wir Kontakt zu den kleinen naja okay etwas größeren 😉 Landpfoten. Aus Welpen wurden Junghunde und so langsam erwachsene Hunde, die sich alle prächtig entwickelt haben, aus dem Grund haben wir uns entschieden Debbie in diesem Frühjahr 2020 nochmals decken zu lassen und freuen uns wieder auf eine spannende Zeit. 

 

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